GRENZSETZUNG -  WO SIND ALL DIE INDIANER

Kneifen, Kratzen, Spucken, Hauen, Treten, Streiten, Toben, Kämpfen und Schreien gehören für viele sozialpädagogischen Fachkräfte zu ihrem beruflichen Alltag.

Das kindliche Bedürfnis nach Ausagieren kippt manchmal schnell um in Aggressivität. Manche Kinder, oft vor allem Jungen, verhalten sich wie auf einem Häuptlingstreffen und erfordern die Aufmerksamkeit von ErzieherInnen in einem Maß, das sie an den Rand ihrer Kräfte bringt und die angemessene Zuwendung für "all die anderen Indiander" aus dem Blick verlieren lässt.

Ziele und Inhalte des workshops sind:
- endlich mal die zeitweilige Überforderung rausjammern
- Solidarität im Erfahrungsaustausch erfahren
- Aggressionstheorien kennen lernen
- Ursachen aggressiver Äußerungen verstehen
- die eigene Haltung und pädagogische Rolle überprüfen und stärken
- Regeln der Grenzsetzung entwickeln
- Gelassenheit und Handlungsalternativen finden
- Anregungen erarbeiten, um kindliche Aggressivität in sinnvolle Bahnen zu lenken,

Toleranz, Mitgefühl, und Respekt einerseits entwickeln zu helfen und Selbstbewusstheit und -sein und Ausgeglichenheit andererseits.

Neben dem pädagogische Handwerkszeug für den Umgang mit Aggressivität wird es vor allem darum gehen, auch für derart auffällige Kinder eine Haltung der Wertschätzung, der Einfühlung und der eigenen Echtheit zu fördern. 



traudich
Christian Bettinghausen 2017  /  Impressum